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Monday, September 8, 2014

Wer macht denn schon Geachäfte in Jerusalem?


 
Geschäfte machen ist wohl nicht das Erste, was Ihnen im Zusammenhang mit Jerusalem in den Kopf kommt. Im Gegenteil, wenn Sie nicht gerade ein Reiseunternehmer sind oder einen Souveniershop betreiben, werden diese beiden Begriffe kaum im selben Satz fallen.

Vermutlich verbinden Sie Jerusalem, wie die Meisten, mit Religionen und Geschichte. Das Bild einer antiken Wüstenstadt, einerseits mit dem Ruhm der Propheten und Könige gekrönt, andererseits von unzähligen Kriegen gepeinigt, erfüllt unsere Fantasien. Jeder kennt Jerusalem, Millionen besuchen jedes Jahr, für Viele bedeutet Jerusalem gar Erlösung.

Aber Jerusalem hat auch eine andere Art von Überraschungen, die ausgerechnet für Unternehmer und Geschäftsleute interessant sind. Das offenbarte sich deutlich in einer Konferenz mit dem Titel ”Doing Business in Jerusalem”, die im August vom JBNF – Jerusalem Business Networking Forum – im Internationalen Kongress Zentrum gehalten wurde.

Sind das Geschäftsleute?

Die Konferenz war Teil einer umfangreichen Veranstaltung für Neuankömmlinge in Israel. Die Umgebung sah also eher wie eine Art Marktplatz aus, auf dem ganze Familien zwischen vielfältigen Ständen umher schlenderten. ‘Ganze Familien’ bedeutet in Jerusalem durchschnittlich vier Kinder, davon mindestens eins im Kinderwagen und oft auch Grossmama und Grosspapa im Schlepptau. Die meist gesprochenen Sprachen waren English und Französisch, ein wenig Russisch und bei den Hebräisch sprechenden Teilnehmern konnte man die Herkunft auf Anhieb am Akzent erraten.

Ich lebe seit 30 Jahren in diesem Land und ehrlich gesagt fühlte ich mich etwas fehl am Platz bis ich zum Konferenzsaal der JBNF durchgedrungen war.

3000 Jahre Innovation

Was mich als erstes beeindruckte war die Liste der Redner und Diskussionsteilnehmer, die auf dem Plan stand und vor allem deren Vielseitigkeit. Die geplanten 7 Stunden waren mit motivierten Jungunternehmern, neugierigen Kapitalanlegern, High-Tech Veteranen, Start-up Gurus, staatlichen Vertretern, sowie Vertretern nicht-staatlicher Organisatinen, Finanz- und Versicherungs-fachleuten und aufmerksamen Zuhörern aus allen Branchen gefüllt.

Und alles Jerusalemer – manche frisch angekommen, einige lang eingesessen und andere einheimisch, aber mit dem selben Drang den Unternehmensgeist in Jerusalem anzukurbeln.



So erfuhr ich, dass sich 10% aller Israelischen Start-up Aktivitäten in Jerusalem  abspielen und mehr als 250 Firmen in Jerusalem ‘geboren’ wurden. Unter ihnen bekannte Namen, wie Mobileye, Teva, BrightSource Energy, Ophir Optronics, und ViewBix. Unter den Firmen, deren R&D Zentren sich in der heiligen Stadt befinden, sind u.a. Intel, IBM, Siemens, RadWare, Ness und NDS (Cisco) zu finden. Als Jerusalemer haut einen das nicht vom Stuhl. Was einen allerdings schon in Erstaunen versetzt ist das Ausmass in dem neue Business Aktivitäten von staatlichen Behörden unterstützt und von privaten Unternehmern vorangetrieben werden. Die Stadt bietet verblüffend viele Möglichkeiten für junge Innovateure ihre Ideen umzusetzen und für Investoren ihr Kapital klug und bedeutsam anzulegen.

Finanzierung ist ein wichtiger Faktor. Die Stadtverwaltung hat eine Abteilung angelegt, die für die Förderung von jungen Geschäften verantwortlich ist indem sie Ermässigungen und Vergünstigungen erteilt. Der Grossteil der Finanzierung kommt allerdings aus privaten Investment Fonds und Venture Groups, deren eindeutiges Ziel es ist Jerusalems nächste Start-up Renner zu entdecken und gross zu ziehen. Einer der Pioniere hier ist JVP – Jerusalem Venture Partners, gegründet in 1993 von dem heutigen Knesset Mitglied Erel Margelit. Er erkannte das verborgene Potential in einer Stadt, deren Image unter übertrieben religiösem Übergewicht leidet. Daher gründete er einen Fond, der nicht nur Business, sondern auch moderne Kultur fördert, die der Stadt eine frische Lebensqualität verleihen. In den Räumlichkeiten des JVP befinden sich ausser einer Reihe von Start-up Büros also auch ein populäres Musik-Café, in dem bekannte Musiker, Komiker und andere Künstler zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Inkubatoren für Start-Ups und Spielplätze für Entwickler

Ein ähnliches Unternehmen ist Terra. Diese Gruppe spezialisiert sich auf start-up Ideen aus dem ‘Cleantech’ Bereich. Die Ideen werden mit ihren Schöpfern direkt vom Reissbrett geholt, sorgfältig von Experten ausgewählt und im ‘Technologie Inkubator’ von Terra betreut und gepflegt bis sie quasi allein auf den Beinen stehen können. Das Terralab bietet den Jungunternehmern, wie bei JVP Räumlichkeiten, Arbeitsmittel und Anleitung um ihre Ideen in Technologien und Produkte umzuwandeln.
Hier einige der revolutionären Projekte, die gegenwärtig dort am wachsen sind: Verringerung der Luftverschmutzung in Grosstädten durch die Entwicklung eines Apps, das Ihnen als Autofahrer die Parkplatzsuche abnimmt, Ihnen kostbare Zeit spart und der Umwelt erhebliche Belastung abnimmt. Eine weitere Firma entwickelt ein Armband für Ihre älter werdenden Eltern, das Ihnen Daten über deren körperlichen Zustand und tägliche Routine übermittelt, egal wie weit entfernt Sie leben; und wenn nötig auch an relevante nahegelegene Krankenversorger.


Faszinierend für mich sind die verschiedenen Hubs, die beginnenden Unternehmern Raum und Möglichkeit bieten zusammen zu kommen und zu “spielen”. Manche dieser Hubs sind lediglich für Gemeinschaftsarbeit angelegte Büroräume, die Platz und Ausstattung zu Verfügung stellen. Ingenieure oder Software-Entwickler können hier ihre ersten Schritte in der Geschäftswelt mit ihrer eingenen Start-up Firma machen und sich mit Gleichgesinnten austauschen und beraten oder auch zusammen tun. Viele, wie SifTech, Presentense und Jerusalem StartupHub bieten ausserdem Schulungen, organisieren Meetings für Interessengruppen, wie Computer-Freaks oder andere Workshops. Pico lädt darüberhinaus auch Jerusalemer Künstler ein ihre Arbeiten auszustellen. Und wem das noch nicht reicht, der sucht sich eine Werkstatt, wie JerusaLab in der er den ersten Prototyp seines neu erdachten Produkts herstellen kann oder einfach versuchen kann seine Ideen mit Hilfe von 3-D Druckern in Materie zu verwandeln.

Man hat das Gefühl diese Hubs tauchen plötzlich überall auf und machen sich in den veralteten industriellen Gebieten der Stadt zwischen Autowerkstätten und Humus-Buden breit. Diese jungen Leute redeten mit einem solchen Enthusiasmus, dass ich Lust hatte mir sofort diese “Spielplätze” für Ideenhaber selber anzuschauen. Vieleicht würde auch ich sogar dazu inspiriert meine eingenen Ideen zu entwickeln und verwirklichen zu wollen. Ganz sicher würde ich dort aber fantastische Leute mit erstaunlichen Ideen und bewundernswertem Engagement und Intellekt treffen.

An die Spitze gelangen

Einen weitere nenneswerte Organisation ist MadeinJLEM, deren Ziel es ist Jerusalem an die Spitze zu bringen, wenn es um Unternehmergeist geht. Alles, was Sie über Unternehmertum, Start-ups, Geschäftsentwicklung und -förderung, Anlagemöglichkeiten, Firmen, Hubs usw. in Jerusalem wissen wollen, können Sie dort in Erfahrung bringen. Und wer daran Teil haben will findet dort einen vielversprechenden Ausgangspunkt.



Einer der Höhepunkte der JBNF conference war die Verleihung einer besonderen Unternehmer-Auszeichnung an die fünf top Start-ups von Jerusalem in 2014. Diese wurde von dem Vize-Bürgermeister Ofer Berkovitch übergeben. Jeder der fünf Firmen ist in einer anderen Branche tätig und jede hat ihr eigenes faszinierendes Konzept.

Brainsway Ltd. – Fortschrittliche, nicht-invasive Technologie Lösung für die Behandlung von Hirnerkrankungen

Revelator Ltd. – Bietet Management und Lösungen für die Monetarisierung digitaler Inhalte in der Musikindustrie.

Freightos – Entwicklung des weltweit ersten online Fracht Netzwerks.

Glide – Der weltweit erste und einzige Instant Video Messenger.

Abe’s Market – Online Markt für Bioprodukte; verbindet den umweltbewussten Käufer mit den Leuten, die die Produkte machen.

Es gibt also schon eine Menge Leute, die in Jerusalem Geschäfte machen und es werden immer mehr. Das nächste mal, wenn Sie etwas über Jerusalem hören, könnte es durchaus mit High-Tech, technologischen Durchbruch oder Profit bringende Geschäfte zu tun haben.

 

Sunday, August 24, 2014

Who is Doing Business in Jerusalem?

 
Doing business probably isn’t the first thing that comes to mind when you hear the name Jerusalem. On the contrary, unless you are a travel agent or own a souvenir shop, doing business and Jerusalem are not likely to appear in the same sentence.
Like most, you probably associate Jerusalem with sacredness and history. The image of an ancient city of gold, withstanding endless wars and being home to the largest religious faiths arises in your mind. Everybody in the world has heard of this remarkable city, millions of tourists visit each year, for many Jerusalem even implies salvation.
 
But Jerusalem has a few surprises for you in store. Some were revealed at a conference titled “Doing Business in Jerusalem” that was held this August by the JBNF - Jerusalem Business Networking Forum - at the International Convention Center in Jerusalem.
 
Are these the business people?
 
The conference was part of ‘The Event’, a large Expo for newcomers to Israel. The premises looked more like a colorful marketplace with lots of booths and entire families roaming around curiously. ‘Entire families’ in Jerusalem means an average of 4 children, at least one stroller and sometimes grandparents included as well. The primary languages spoken were English, French and Russian. Hebrew speakers were usually struggling with their foreign accents.
Having lived in Israel for over 30 years I felt somewhat misplaced till I reached the large auditorium in which the JBNF conference was held.
 
 
3000 Years of Innovation
 
The first thing that impressed me was the number of speakers and panelists that were scheduled to appear. The second was their variety. 7 hours were packed with young entrepreneurs, motivated investors, high-tech veterans, start-up gurus, government reps, bankers, insurance people, non-profits and a mindful audience.
 
And all Jerusalemites. Some newcomers, some well-settled and some native, but all with the same desire to boost business in Jerusalem.

I learned that 10% of all start-up activity in Israel is located in Jerusalem and over 250 companies were “born” in Jerusalem. Among them are familiar names you may have heard, such as Mobileye, Teva, BrightSource Energy, Ophir Optronics, and ViewBix. Some of the most successful high-tech companies have their R&D centers right here in the holy city of gold and innovation: Intel, IBM, Siemens, RadWare, Ness, NDS(Cisco). If you are a Jerusalemite yourself, this is not such a big deal. However the extend to which this activity is encouraged by the authorities and boosted by private investors is remarkable. The variety of opportunities that allow people to pursue their ideas and give their support is inspiring.
 
One way to support and drive innovation to industry is by funding. The municipality has an entire department dealing with business development and promotion. Most funding, however comes from private venture groups who literally seek out the next big thing in Jerusalem. One of the pioneers in explicitly driving Jerusalem’s start-up scene to success is the JVP – Jerusalem Venture Partners, founded by today’s MK Erel Margelit in 1993. Not only that, in recognizing the hidden potential under the cities burden of an image with tremendous religious overweight the JVP fosters modern cultural activities and other initiatives that contribute to the modern quality of Jerusalem. The JVP's premises house a number of start-up companies as well as the popular music-club Zappa staging musicians, comedians and other artists. 
 
Incubators for Start-Ups and Playgrounds for Innovators
 
A similar venture is Terra. The fund focuses on cleantech start-up ideas. These are taken straight from the drawing board, carefully chosen by experts and then cultivated in the ventures ‘technology incubator’. The Terralab, just like JVP provides space, equipment and guidance for the selected entrepreneurs to turn their ideas into technologies and products. Among the mind-blowing ideas they are currently pursuing are a company developing an app to help you find parking space quickly in order to reduce air-pollution in crowded cities and another company developing a bracelet for your elderly parents, which will transfer vital information about their health and routine to you if you are living far and/or relevant care giving facilities near by.
 
Fascinating to me are the various hubs offering space and opportunity for starting entrepreneurs to come together and ‘play’. Some of these hubs are simply co-working spaces - office space made available for your first start-up activity, also enabling you to network with likeminded innovators. Some of them, like SifTech, Presentense and Jerusalem StartupHub offer training, organize meetings for interest groups or computer geek activities and other workshops. Pico also invites local artists to display heir work. And then there are those who go even a step further and actually offer machinery and hands-on opportunity for you to try and materialize your ideas. JerusaLab is one such promising playground, where you can build the first prototype of your newly invented product.
 
It feels like these hubs are springing up out of nowhere, conquering some of the run-down industrial areas of the city. These young people spoke with such enthusiasm, that I felt like hopping over immediately to check out each one of these places. Maybe I would be inspired and find my own innovative opportunity or I would simply be amazed by the exciting ideas and people I would meet in Jerusalem’s start-up hubs.
 
Making it to the Top
 
You can find information on all of the companies, accelerators, investors and hubs with MadeinJLEM, an organization, whose aim it is to place the city at the top when it comes to entrepreneurship.
 
In the highlight of the JBNF conference, the top 5 Jerusalem start-ups in 2014 received a special entrepreneurship award presented by Deputy Mayer Ofer Berkovitch. Each company is active in a different branch and each had their own very exciting innovation and concept.
Brainsway Ltd. – Advanced, non-invasive technology solutions for the treatment of brain disorders.
Revelator Ltd. – Provides management and monetization solutions for digital content for the music industry.
Freightos – Creating the world’s first automated online freight network.
Glide – The world’s first and only instant video messenger.
Abe’s Market – The online marketplace for great natural products, connects buyers seeking amazing natural products with the people who make them.

There are already a lot of people doing business in Jerusalem and there will be a lot more in the near future. The next time you read about Jerusalem it may just be about technology and high-tech and promising profitable business.