tulip writing

tulip writing

Sunday, September 14, 2014

Wo computerunterstütztes Lernen immernoch nur ein Traum ist


Ein Engländer, ein Franzose und ein Deutscher treffen sich in einem Lokal in Riga.
Es heisst Rozengrals und ist vollkommen in mittelalterlichem Stil ausgestattet. Man sitzt bei Kerzenlicht auf groben Holzschemeln an groben Holztischen und bekommt als Appetitanreger leckere Nüsse und grobes Brot in kleinen Jutesäckchen serviert. Man lauscht den Flöten- und Leierspielern als man sich köstliches Lamm am Spiess mit Linsen von Kellnern in langen Gewändern servieren lässt und trinkt dazu schmackhaftes lettisches Bier. Am Ende gibt es noch scharfen hausgemachten Vodka.

 
Sagt der Engländer zu dem Franzosen:
“Haben Sie heute auch an der Special Interst Group ‘Virtual Reality’ teilgenommen?” – “Ja” erwidert der Franzose, “Ich war sehr beeindruckt von den innovativen Technologien.” – “Es wird aber noch eine ganze Weile dauern bis sich computerisierte Simulation in den Universitäten durchsetzen wird.” Bedenkt der Deutsche.

Hattest Du einen Witz erwartet? Tut mir Leid Dich zu enttäuschen. Es handelt sich um Professoren der Zahnmedizin, die aus Anlass der Jahreskonferenz der ADEE (Association of Dental Education in Europe) im September diesen Jahres nach Riga gekommen waren.

Nur Mut – es tut gar nicht weh!

Zahnärzte werden immer überall gebraucht und man kann den Beruf so gut wie überall in der Welt erlernen. Aber wahrscheinlich ziehst Du es vor Gedanken an Zahnärzte zu meiden - verständlich – und hast Dir noch nie überlegt was ein Zahnarzt eigentlich lernen muss und wie. Dann sei jetzt mutig und schau dem Patienten einmal in den Mund. Keine Sorge, es ist noch kein echter Patient, es ist eine Puppe – genauer gesagt ein Puppenkopf mit Plastikzähnen, an denen geübt wird.

Du musst nun eine Kavität bohren. Deine Anweisungen und Messungen sind auf Bruchteile von Milimetern genau. Nicht nur Tiefe der Bohrung ist vorgegeben, sondern auch Winkel einer jeden Aussenwand und des Bodens, Glätte des Bodens und der Wände, Form und Konturen der Kavität, Zentralisation usw. müssen exakt stimmen. Und all das in Grössenordnungen und Dimensionen, die man mit dem blossen Auge kaum wahrzunehmen vermag. Ist Deine Bohrung um lediglich 0.5 mm versetzt, könntest Du schon den gesunden Nachbarzahn erwischt haben, bist Du auch nur 0.2 mm zu tief, könntest Du den Pulp getroffen haben und ... au weia!

Stundenlang sitzen Studenten an diesen Mannequins und versuchen präzise vorgegebene Präparationen hervorzubringen. Am Ende wird der bearbeitete Plastikzahn per Hand unter einer Lupe gemessen und beurteilt. Das klingt eher als gehöre es in die Zeit des Rozengrals. Obwohl die Anforderungen an präzise Feinmotorik und den damit verbundenen kognitiven Konstrukten hoch sind, wird in der Zahnmedizin bisher kaum mit fortschrittlichen digitalen Hilfsmitteln gelehrt. Während medizinische Fakultäten in anderen Bereichen schon häufig mit computerunterstützten Technologien ausgestattet sind,
liegt die Zahnmedizin mit rein mechanischen Geräten weit hinter dem zurück, was zu erwarten wäre.

Warum gibt es noch keine digitalen Hilfsmittel?
Es bietet sich geradzu an die Messungen und Auswertungen der Präparationen durch Computer ausführen zu lassen, denn das menschliche Auge kann nun einmal mit der Präzision eines Computers und mit der Schnelligkeit der Auswertung nicht konkurieren.

In der Tat sind Scanner für Plastikzähne schon seit einigen Jahren bekannt. An Geräten wie z.B. dem PREPassistant von KaVo und dem PrepCheck von Sirona werden die vom Studenten mühsam herangebohrten Präparate analysiert und dann in bunter Farbenpracht und erheblich vergrössert wiedergegeben. Da gibt es Farben für verschiedene Tiefen und man kann Kavität oder Kronenpräparation aus allen Winkeln in Querschnitten genauestens betrachten. Ausserdem kann man den Zahn in seiner Ausgangsform mit dem präparierten vergleichen, und dann auch noch mit dem, was daraus hätte werden sollen.

Zeit für Echtzeit Simulation !

Richtig durchgesetzt haben sich die Scanner allerdings noch lange nicht. So elegant wie diese sind, es ist doch eher ein cooles Spielzeug als eine wirkliche Bereicherung, die zu spürbar effektiverer Ausbildung führt. Das hat sich nun die Israelische Firma Image Navigation zum Ziel gesetzt. Eine wirkliche Verbesserung in der Aneignung der benötigten feinmotorischen Fertigkeiten soll mit dem DentSim Augmented Reality Simulator erreicht werden. Der Simulator verbindet die Arbeit an traditionellen Mannequins mit Cumputer basierter Auswertung in Echtzeit. Das bedeutet der Student bekommt sein Feedback während er am Zahn bohrt und nicht, wie bisher, nachdem er das Präparat beendet hat. Da er die Messungen und Analysen jederzeit abrufen kann, weiss der Student genau wann und wo er zu tief, zu weit, zu schräg ist und kann sich während des Prozesses selber Schritt für Schritt korrigieren. Das Echtzeit Feedback bezieht sich also nicht nur auf das Endresultat, sondern auf den eigentlichen Prozess. Studien haben bereits gezeigt, dass dies zu weniger Fehlern führt und schnellerem Erlernen der notwendigen motorischen und kognitiven Fertigkeiten. Das ist nur einer der Vorteile des Simulators. Mehr dazu hier.

Ein ähnliches Produkt bietet die holländische Firma Moog mit dem Simodent Dental Trainer, deren Software ebenfalls den Bohrprozess selber begleitet und auswertet. Mit seiner Touch-Screen und simplifiziertem Design ist das Gerät recht attraktiv. Allerdings wird hier nicht wirklich gebohrt, sondern an einem hydraulischen Mechanismus so getan als ob. Ergonomisch gesehen ist das problematisch, da der Student nicht wie an einem Patient positioniert ist. Ausserdem schaut er in eine Art Monitor, hat aber kein echtes visuelles Bild von dem, was er eigentlich macht. Der Übergang in die eigentliche Klinikarbeit wird dadurch nicht erleichtert.

Ein Zahnmedizin Student sollte sich nicht wie im Rozengrals fühlen, wo Nostalgie gross geschrieben wird. In der Zahnmedizin wird es Zeit die traditionellen Übungsmethoden als Nostalgie abzuschreiben und die Ausbildung der Echtzeit anzupassen.

Studenten am DentSim Simulator

 

Monday, September 8, 2014

Wer macht denn schon Geachäfte in Jerusalem?


 
Geschäfte machen ist wohl nicht das Erste, was Ihnen im Zusammenhang mit Jerusalem in den Kopf kommt. Im Gegenteil, wenn Sie nicht gerade ein Reiseunternehmer sind oder einen Souveniershop betreiben, werden diese beiden Begriffe kaum im selben Satz fallen.

Vermutlich verbinden Sie Jerusalem, wie die Meisten, mit Religionen und Geschichte. Das Bild einer antiken Wüstenstadt, einerseits mit dem Ruhm der Propheten und Könige gekrönt, andererseits von unzähligen Kriegen gepeinigt, erfüllt unsere Fantasien. Jeder kennt Jerusalem, Millionen besuchen jedes Jahr, für Viele bedeutet Jerusalem gar Erlösung.

Aber Jerusalem hat auch eine andere Art von Überraschungen, die ausgerechnet für Unternehmer und Geschäftsleute interessant sind. Das offenbarte sich deutlich in einer Konferenz mit dem Titel ”Doing Business in Jerusalem”, die im August vom JBNF – Jerusalem Business Networking Forum – im Internationalen Kongress Zentrum gehalten wurde.

Sind das Geschäftsleute?

Die Konferenz war Teil einer umfangreichen Veranstaltung für Neuankömmlinge in Israel. Die Umgebung sah also eher wie eine Art Marktplatz aus, auf dem ganze Familien zwischen vielfältigen Ständen umher schlenderten. ‘Ganze Familien’ bedeutet in Jerusalem durchschnittlich vier Kinder, davon mindestens eins im Kinderwagen und oft auch Grossmama und Grosspapa im Schlepptau. Die meist gesprochenen Sprachen waren English und Französisch, ein wenig Russisch und bei den Hebräisch sprechenden Teilnehmern konnte man die Herkunft auf Anhieb am Akzent erraten.

Ich lebe seit 30 Jahren in diesem Land und ehrlich gesagt fühlte ich mich etwas fehl am Platz bis ich zum Konferenzsaal der JBNF durchgedrungen war.

3000 Jahre Innovation

Was mich als erstes beeindruckte war die Liste der Redner und Diskussionsteilnehmer, die auf dem Plan stand und vor allem deren Vielseitigkeit. Die geplanten 7 Stunden waren mit motivierten Jungunternehmern, neugierigen Kapitalanlegern, High-Tech Veteranen, Start-up Gurus, staatlichen Vertretern, sowie Vertretern nicht-staatlicher Organisatinen, Finanz- und Versicherungs-fachleuten und aufmerksamen Zuhörern aus allen Branchen gefüllt.

Und alles Jerusalemer – manche frisch angekommen, einige lang eingesessen und andere einheimisch, aber mit dem selben Drang den Unternehmensgeist in Jerusalem anzukurbeln.



So erfuhr ich, dass sich 10% aller Israelischen Start-up Aktivitäten in Jerusalem  abspielen und mehr als 250 Firmen in Jerusalem ‘geboren’ wurden. Unter ihnen bekannte Namen, wie Mobileye, Teva, BrightSource Energy, Ophir Optronics, und ViewBix. Unter den Firmen, deren R&D Zentren sich in der heiligen Stadt befinden, sind u.a. Intel, IBM, Siemens, RadWare, Ness und NDS (Cisco) zu finden. Als Jerusalemer haut einen das nicht vom Stuhl. Was einen allerdings schon in Erstaunen versetzt ist das Ausmass in dem neue Business Aktivitäten von staatlichen Behörden unterstützt und von privaten Unternehmern vorangetrieben werden. Die Stadt bietet verblüffend viele Möglichkeiten für junge Innovateure ihre Ideen umzusetzen und für Investoren ihr Kapital klug und bedeutsam anzulegen.

Finanzierung ist ein wichtiger Faktor. Die Stadtverwaltung hat eine Abteilung angelegt, die für die Förderung von jungen Geschäften verantwortlich ist indem sie Ermässigungen und Vergünstigungen erteilt. Der Grossteil der Finanzierung kommt allerdings aus privaten Investment Fonds und Venture Groups, deren eindeutiges Ziel es ist Jerusalems nächste Start-up Renner zu entdecken und gross zu ziehen. Einer der Pioniere hier ist JVP – Jerusalem Venture Partners, gegründet in 1993 von dem heutigen Knesset Mitglied Erel Margelit. Er erkannte das verborgene Potential in einer Stadt, deren Image unter übertrieben religiösem Übergewicht leidet. Daher gründete er einen Fond, der nicht nur Business, sondern auch moderne Kultur fördert, die der Stadt eine frische Lebensqualität verleihen. In den Räumlichkeiten des JVP befinden sich ausser einer Reihe von Start-up Büros also auch ein populäres Musik-Café, in dem bekannte Musiker, Komiker und andere Künstler zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Inkubatoren für Start-Ups und Spielplätze für Entwickler

Ein ähnliches Unternehmen ist Terra. Diese Gruppe spezialisiert sich auf start-up Ideen aus dem ‘Cleantech’ Bereich. Die Ideen werden mit ihren Schöpfern direkt vom Reissbrett geholt, sorgfältig von Experten ausgewählt und im ‘Technologie Inkubator’ von Terra betreut und gepflegt bis sie quasi allein auf den Beinen stehen können. Das Terralab bietet den Jungunternehmern, wie bei JVP Räumlichkeiten, Arbeitsmittel und Anleitung um ihre Ideen in Technologien und Produkte umzuwandeln.
Hier einige der revolutionären Projekte, die gegenwärtig dort am wachsen sind: Verringerung der Luftverschmutzung in Grosstädten durch die Entwicklung eines Apps, das Ihnen als Autofahrer die Parkplatzsuche abnimmt, Ihnen kostbare Zeit spart und der Umwelt erhebliche Belastung abnimmt. Eine weitere Firma entwickelt ein Armband für Ihre älter werdenden Eltern, das Ihnen Daten über deren körperlichen Zustand und tägliche Routine übermittelt, egal wie weit entfernt Sie leben; und wenn nötig auch an relevante nahegelegene Krankenversorger.


Faszinierend für mich sind die verschiedenen Hubs, die beginnenden Unternehmern Raum und Möglichkeit bieten zusammen zu kommen und zu “spielen”. Manche dieser Hubs sind lediglich für Gemeinschaftsarbeit angelegte Büroräume, die Platz und Ausstattung zu Verfügung stellen. Ingenieure oder Software-Entwickler können hier ihre ersten Schritte in der Geschäftswelt mit ihrer eingenen Start-up Firma machen und sich mit Gleichgesinnten austauschen und beraten oder auch zusammen tun. Viele, wie SifTech, Presentense und Jerusalem StartupHub bieten ausserdem Schulungen, organisieren Meetings für Interessengruppen, wie Computer-Freaks oder andere Workshops. Pico lädt darüberhinaus auch Jerusalemer Künstler ein ihre Arbeiten auszustellen. Und wem das noch nicht reicht, der sucht sich eine Werkstatt, wie JerusaLab in der er den ersten Prototyp seines neu erdachten Produkts herstellen kann oder einfach versuchen kann seine Ideen mit Hilfe von 3-D Druckern in Materie zu verwandeln.

Man hat das Gefühl diese Hubs tauchen plötzlich überall auf und machen sich in den veralteten industriellen Gebieten der Stadt zwischen Autowerkstätten und Humus-Buden breit. Diese jungen Leute redeten mit einem solchen Enthusiasmus, dass ich Lust hatte mir sofort diese “Spielplätze” für Ideenhaber selber anzuschauen. Vieleicht würde auch ich sogar dazu inspiriert meine eingenen Ideen zu entwickeln und verwirklichen zu wollen. Ganz sicher würde ich dort aber fantastische Leute mit erstaunlichen Ideen und bewundernswertem Engagement und Intellekt treffen.

An die Spitze gelangen

Einen weitere nenneswerte Organisation ist MadeinJLEM, deren Ziel es ist Jerusalem an die Spitze zu bringen, wenn es um Unternehmergeist geht. Alles, was Sie über Unternehmertum, Start-ups, Geschäftsentwicklung und -förderung, Anlagemöglichkeiten, Firmen, Hubs usw. in Jerusalem wissen wollen, können Sie dort in Erfahrung bringen. Und wer daran Teil haben will findet dort einen vielversprechenden Ausgangspunkt.



Einer der Höhepunkte der JBNF conference war die Verleihung einer besonderen Unternehmer-Auszeichnung an die fünf top Start-ups von Jerusalem in 2014. Diese wurde von dem Vize-Bürgermeister Ofer Berkovitch übergeben. Jeder der fünf Firmen ist in einer anderen Branche tätig und jede hat ihr eigenes faszinierendes Konzept.

Brainsway Ltd. – Fortschrittliche, nicht-invasive Technologie Lösung für die Behandlung von Hirnerkrankungen

Revelator Ltd. – Bietet Management und Lösungen für die Monetarisierung digitaler Inhalte in der Musikindustrie.

Freightos – Entwicklung des weltweit ersten online Fracht Netzwerks.

Glide – Der weltweit erste und einzige Instant Video Messenger.

Abe’s Market – Online Markt für Bioprodukte; verbindet den umweltbewussten Käufer mit den Leuten, die die Produkte machen.

Es gibt also schon eine Menge Leute, die in Jerusalem Geschäfte machen und es werden immer mehr. Das nächste mal, wenn Sie etwas über Jerusalem hören, könnte es durchaus mit High-Tech, technologischen Durchbruch oder Profit bringende Geschäfte zu tun haben.

 

Sunday, August 24, 2014

Who is Doing Business in Jerusalem?

 
Doing business probably isn’t the first thing that comes to mind when you hear the name Jerusalem. On the contrary, unless you are a travel agent or own a souvenir shop, doing business and Jerusalem are not likely to appear in the same sentence.
Like most, you probably associate Jerusalem with sacredness and history. The image of an ancient city of gold, withstanding endless wars and being home to the largest religious faiths arises in your mind. Everybody in the world has heard of this remarkable city, millions of tourists visit each year, for many Jerusalem even implies salvation.
 
But Jerusalem has a few surprises for you in store. Some were revealed at a conference titled “Doing Business in Jerusalem” that was held this August by the JBNF - Jerusalem Business Networking Forum - at the International Convention Center in Jerusalem.
 
Are these the business people?
 
The conference was part of ‘The Event’, a large Expo for newcomers to Israel. The premises looked more like a colorful marketplace with lots of booths and entire families roaming around curiously. ‘Entire families’ in Jerusalem means an average of 4 children, at least one stroller and sometimes grandparents included as well. The primary languages spoken were English, French and Russian. Hebrew speakers were usually struggling with their foreign accents.
Having lived in Israel for over 30 years I felt somewhat misplaced till I reached the large auditorium in which the JBNF conference was held.
 
 
3000 Years of Innovation
 
The first thing that impressed me was the number of speakers and panelists that were scheduled to appear. The second was their variety. 7 hours were packed with young entrepreneurs, motivated investors, high-tech veterans, start-up gurus, government reps, bankers, insurance people, non-profits and a mindful audience.
 
And all Jerusalemites. Some newcomers, some well-settled and some native, but all with the same desire to boost business in Jerusalem.

I learned that 10% of all start-up activity in Israel is located in Jerusalem and over 250 companies were “born” in Jerusalem. Among them are familiar names you may have heard, such as Mobileye, Teva, BrightSource Energy, Ophir Optronics, and ViewBix. Some of the most successful high-tech companies have their R&D centers right here in the holy city of gold and innovation: Intel, IBM, Siemens, RadWare, Ness, NDS(Cisco). If you are a Jerusalemite yourself, this is not such a big deal. However the extend to which this activity is encouraged by the authorities and boosted by private investors is remarkable. The variety of opportunities that allow people to pursue their ideas and give their support is inspiring.
 
One way to support and drive innovation to industry is by funding. The municipality has an entire department dealing with business development and promotion. Most funding, however comes from private venture groups who literally seek out the next big thing in Jerusalem. One of the pioneers in explicitly driving Jerusalem’s start-up scene to success is the JVP – Jerusalem Venture Partners, founded by today’s MK Erel Margelit in 1993. Not only that, in recognizing the hidden potential under the cities burden of an image with tremendous religious overweight the JVP fosters modern cultural activities and other initiatives that contribute to the modern quality of Jerusalem. The JVP's premises house a number of start-up companies as well as the popular music-club Zappa staging musicians, comedians and other artists. 
 
Incubators for Start-Ups and Playgrounds for Innovators
 
A similar venture is Terra. The fund focuses on cleantech start-up ideas. These are taken straight from the drawing board, carefully chosen by experts and then cultivated in the ventures ‘technology incubator’. The Terralab, just like JVP provides space, equipment and guidance for the selected entrepreneurs to turn their ideas into technologies and products. Among the mind-blowing ideas they are currently pursuing are a company developing an app to help you find parking space quickly in order to reduce air-pollution in crowded cities and another company developing a bracelet for your elderly parents, which will transfer vital information about their health and routine to you if you are living far and/or relevant care giving facilities near by.
 
Fascinating to me are the various hubs offering space and opportunity for starting entrepreneurs to come together and ‘play’. Some of these hubs are simply co-working spaces - office space made available for your first start-up activity, also enabling you to network with likeminded innovators. Some of them, like SifTech, Presentense and Jerusalem StartupHub offer training, organize meetings for interest groups or computer geek activities and other workshops. Pico also invites local artists to display heir work. And then there are those who go even a step further and actually offer machinery and hands-on opportunity for you to try and materialize your ideas. JerusaLab is one such promising playground, where you can build the first prototype of your newly invented product.
 
It feels like these hubs are springing up out of nowhere, conquering some of the run-down industrial areas of the city. These young people spoke with such enthusiasm, that I felt like hopping over immediately to check out each one of these places. Maybe I would be inspired and find my own innovative opportunity or I would simply be amazed by the exciting ideas and people I would meet in Jerusalem’s start-up hubs.
 
Making it to the Top
 
You can find information on all of the companies, accelerators, investors and hubs with MadeinJLEM, an organization, whose aim it is to place the city at the top when it comes to entrepreneurship.
 
In the highlight of the JBNF conference, the top 5 Jerusalem start-ups in 2014 received a special entrepreneurship award presented by Deputy Mayer Ofer Berkovitch. Each company is active in a different branch and each had their own very exciting innovation and concept.
Brainsway Ltd. – Advanced, non-invasive technology solutions for the treatment of brain disorders.
Revelator Ltd. – Provides management and monetization solutions for digital content for the music industry.
Freightos – Creating the world’s first automated online freight network.
Glide – The world’s first and only instant video messenger.
Abe’s Market – The online marketplace for great natural products, connects buyers seeking amazing natural products with the people who make them.

There are already a lot of people doing business in Jerusalem and there will be a lot more in the near future. The next time you read about Jerusalem it may just be about technology and high-tech and promising profitable business.

Wednesday, March 12, 2014

5 Questions after International Women’s Day

That’s what the day does for me: it leaves me with questions. Basically they are all rooted in the same inner controversy of feeling honored and humiliated at the same time. Honored because of the attention, admiration and concern that is given to women, yet humiliated by the realization that things are pretty bad, if it is necessary to nominate a special day for this purpose.


Women & Technology?

I find this one tricky, don’t you? As a little girl I had no doubt as to which kind of toys were meant for girls and which for boys: Girls played with dolls and were creative, while boys took stuff apart and built things. No one would give me an electrical toy train for my birthday; I would play with my brothers whenever he let me. Who decided, that toy trains were not for me, just because I was girl?
When Star Wars was popular, my brother and I both built entire fleets of spaceships from paper and cruised the galaxies in the entire house for months.

Taking a closer look, though, the way he played was completely different from mine. His spaceships had a clear definition of speed, power and all kinds of technical parameters - mine had a beautiful design and carefully chosen names as well as a clear purpose. His spaceships fought wars; mine investigated the universe and send help to wherever it was needed.

An ever growing number of women are being honored for their achievements not only on this day, yet I found few who receive their recognition due to achievements in technology. A list of Top Ten TED talks by women included only one such woman: an MITprofessor with a fascination for robots. But guess what her robots are designed for? They are personal robots helping people; their purpose is to improve communication and interaction.


Women & Career?

It does seem that most women who have a successful career are not in technology. But there is no question, that women can build a career for themselves, if they choose to - at least in western society. In many cases I still wonder how they do it, though. The question for which I have not found an answer is whether a woman can have a career and still keep her family at first priority. Reading the stories of successful women, there often is a break in the plot, where they take time off to raise their children. For each of these, there are many more, whose stories will not be told, because they never managed to get back on the career train afterwards. How many male career stories do you know, that include such a break?

The issue is hot enough even for internet giant Google to do something about it or at least show awareness.  And thanks to international women’s day I learned about “Google Campus for Moms”, a workshop empowering young mothers who are also entrepreneurs. I am not at all sure they have the answer.
 

Women & Equality?

Does this mean women need to be treated special in order to be equal? The thought makes me shiver a little. It’s not like women are a minority. Neither are they less intelligent or less gifted. Or are they? There still is no consensus about that. While it is not politically correct to question women’s intelligence and abilities in a western society, it is still the way it thinks and acts in many areas of life. Why else do women still get paid less for doing the same job and why do they have such a hard time even getting certain jobs?

But equality is really a relative term. For most women in the world technology and career are not even part of their existence and the question of equality for many  evolves around being allowed to vote, drive a car, get an education or make a choice about their own lives and bodies.

 
Women & Human Rights?

But isn’t that what makes us human? The ability to make a choice, rather than act on pure instinct or conditioned behavior is what separates us from the rest of the animal world. Yet women are still denied the right to use this very ability in too many African, Arab and Asian countries. Their freedom is reduced to an extent where they do not even have a voice to speak out and make themselves heard on the day of their honor. Who is to speak up for human rights and expose violence against women in countries, where girls are made to feel sub-human? I recall few.  One belongs to Liberian Nobel Prize winner Leymah Gbowee; another to an unbelievable courageous teenage girl fleeing Pakistan after an attempt to assassinate her for speaking up.

Could it be that people really believe women to be less human? It seems unfathomable, but that’s what the evidence indicates.
 

Women & Abuse?

From this attitude the path to abuse is very short. While I am contemplating whether girls playing with dolls and boys playing war is just an imposture by society or deeply rooted in the divine purpose of life, millions of girls are sold, raped, forced to prostitution or similar labor, trafficked, mutilated, killed or simply left to die. The dimensions of abuse and brutality are hard to grasp. How can this be?

The movement “Half the Sky” has put the problem on the tables of influential and famous women around the world and inspired them to act. Watching their documentary has changed the way I feel about being a woman. It has made me humbly grateful for the way I live and the possibilities I have. It has also sharpened my awareness of female vulnerability. I came to understand that only the strength of women in modern societies can change the fate of those treated like property or worse. Only women leaving their mark on technology, striving for a career, fighting for complete equality and against the violation of human rights can state the case for those who have no voice and confront the abusers.

I am left with more questions than answers, but also one important realization: improving the status of women around the world would improve human society as such.

 

Tuesday, March 4, 2014

Hals und Beinbruch! – muss das sein?


Vieleicht sollten wir dieses beeindruckende Mandelbäumchen in seiner vollen Blüte dazu befragen. Nicht nur hat es den Bruch überlebt, es scheint obendrein einen Weg gefunden zu haben seine eigene Schönheit neu zu definieren. Das seit hundert Jahren schlimmste Winterwetter hatte es regelrecht zu Boden geschlagen und ihm gnadenlos alle Glieder gebrochen, die dem nicht Stand halten konnten.

 
In diesen Tagen beginnt sich die Natur in und um Jerusalem in ihre Frühlingsfarben zu kleiden und man kann sich kaum noch vorstellen, wie sie noch vor zwei Monaten ausgesehen hatte, als der Schneesturm an ihr herum gezerrt hatte.
 
Am letzten Wochenende lockte mich der Wunsch die Anmut der neu erwachenden Natur mitzuerleben aus dem Haus. Dieses ungewöhnliche Mandelbäumchen erweckte sofort meine Aufmerksamkeit und Neugierde. Anfangs verstand ich nicht, was meine Augen sahen. Erst als ich näher heran ging wurde mir klar, das der Ast des Baumes unter der Last des Schnees gebrochen war, was diesen Erstblüher regelrecht in die Knie gezwungen hatte. Die wunderbare Prophetin des Frühlings hatte sich jedoch nicht unter kriegen lassen und brachte dennoch eine Fülle von prächtigen Blüten hervor. Da sie an einem Hang steht, scheint das Weiss der Blüten geradezu den Hang hinunter zu fliessen oder wie eine Schleppe von ihr herunter zu gleiten.
 
„Wie tiefsinnig“ dachte ich. Drückt diese Prinzessin der Bäume nicht etwas aus, was Philosophen immer wieder in Worte zu fassen versuchen, wohl schon seit es Worte gibt? Es birgt in sich eine Weisheit, die Denker überall in der Welt immer wieder neu zu formulieren suchen. Erst vor Kurzem las ich einen Artikel, der erklärte warum man erst fehlschlagen müsse, bevor man wirklich erfolgreich sein könne.
 
Als ich weiter spazierte zeigte sich mir eine noch krassere Illustration dieser Idee. Dieses zerbrechliche junge Mandelfräulein hat es sogar noch schlimmer erwischt. Ihre gesammte Krone war herunter gerissen. Das hielt sie jedoch nicht davon ab ihre Blümchen zum Lobgesang auf die Kontinuität des Lebenszyklus zu öffnen.
 


Welchen tiefsinningen Spruch könnte ich wohl diesem Bild hinzufügen, wenn ich es auf meinem Facebookpage teile? Welchen Denker könnte ich am besten zitieren, um dem Ausdruck zu geben was hier passiert war? Würde ich überhaupt noch einen Spruch finden, der nicht schon vollkommen ausgekaut ist und jedem nur ein müdes Lächeln abgewinnen würde bevor er/sie weiter scrollt zum nächsten profunden Bla auf seiner/ihrer Wand? Wahrscheinlich nicht.

Die Wahrheit ist doch, dass wir alle lieber schön und erfolgreich wären ohne uns die Glieder brechen und die Kronen von Kopf reissen lassen zu müssen.  Aber diese Mandelbäumchen sind trotzdem toll.

 

Thursday, February 20, 2014

Break a leg! - do I have to?

 

We could put the question to this amazing almond tree in its full blossom. It had every possible branch broken by a merciless snowstorm and was literally crushed to the ground. Not only did it prevail, it seems to have found a new way to define its own beauty.



These days nature in and around Jerusalem is beginning to dress itself in its spring colors and it is hard to image what it looked like two months ago, when it was attacked by the heaviest winter weather in about 100 years.

Last weekend I was drawn outside by the spring air to take a glimpse at the beauty of nature being born again. This incredible almond tree instantly caught my attention and fascination. At first I did not even understand what I was looking at. Only upon getting closer did it become clear that the branches of this lovely princess of trees had been bent under the weight of the snow and simply brought to the ground. Yet, the suffering princess did not lose her determination to pioneer spring and brought forth an abundance of blossoms at first chance. Since she stands at a slope, the delicate blossoms seem to flow down the hill, thus decorating it in a most elegant fashion.

“How profound”, I thought. Doesn’t this tree express something that philosophers have tried to put in words far as long as words exist? It holds a wisdom in it that people are constantly rephrasing. Just recently I read an article about having to fail in order to succeed.

As I walked on I came across an even clearer illustration of the same message. This fragile youngster was affected even more severely; its crown seemed completely fallen. But that did not keep its flowers from opening up in a call for the continuation of the life cycle.  
 

What profound aphorism would I use as title to the picture, when I share it on my Facebook page? Who should I best quote to express in words what happened here?  Could I even find something that isn’t already completely chewed up and make everyone go “awwwww” and scroll down to the next profound bla on their walls? Probably not.

 The truth is we’d all rather be beautiful and successful without having our branches broken and crowns crushed. But the trees are still awesome.

 

 

Tuesday, February 11, 2014

Coexistenz im Jerusalemer Familien-Garten (Deutsche Version)


(Here's is the German version of the post from Feb. 9th)

Solltest Du einen Garten haben, so bin ich sicher, dass Du grosse Freude daran hast. Selbst wenn Du nicht der ergebenste Gärtner bist, oder von chronischer Grill-Sucht befallen, so wirst Du trotzdem die Freuden Deines eigenen kleinen Freigeländes zu schätzen wissen. Die Zeit, die Du dort drauβen verbringst mag zwar gering sein im Verhältnis zu dem Aufwand, den es bedarf es ansehnlich zu halten, aber das ist nicht, was wichtig ist. Wichtig ist, die Möglichkeit zu haben. Ein Garten bedeutet ein bisschen mehr Platz und wesentlich mehr Freiheitsgefühl zu Hause. Normalerweise ist man drauβen im Transit, entweder auf dem Weg irgendwohin oder irgendwoher. Ein Garten ist der einzige Platz an dem man in Ruhe drauβen sein kann.
 

Ich lebe im zweiten Stock eines Wohnhauses in einem relativ eng bewohnten jerusalemer Viertel. Kein Platz für einen eigenen Garten. In Jerusalem jedoch, hat man die Möglichkeit die Vorteile eines Gartens trotzdem zu genieβen, solange es einem nichts ausmacht ihn zu teilen. Eine riesige Wiese zieht sich von einer der Hauptkreuzungen in der Nähe der Stadteinfahrt, den breiten Ben-Tsvi-Boulevard auf der einen Seite und dem Knesset Gelände auf der anderen Seite bis fast in das Stadtzentrum hinunter. Sie ist talförmig angelegt und mit Bäumen und Büschen eingerahmt. Spazierwege führen darum herum und kreuzen das Grün an einigen Stellen. An der breiten Nordseite befindet sich ein Skatepark, sowie Basketball- und Fussballplätze, auβerdem sind Schaukeln, Klettergerüste und alles, was Leute für die Unterhaltung ihrer Sprössling in den Garten stellen, zu finden. Auch für die Fitnessfans ist gesorgt, unter schattenspendenden Bäumen gibt es Kraftsport-geräte. Des Menschen bester Freund, der bekanntlich das Leben im Freien besonders mag, wird nicht vernachlässigt. Für ihn gibt es eine eigene, abgetrennte Wiese, etwas weg vom Schuss. 

Dieser Platz heisst „Gan Sacker“, was so viel wie Sacker Garten bedeutet. Offiziell wird er als Park Sacker bezeichnet, aber ich finde Garten wesentlich passender.
 

Wir verbringen dort gern den Samstag Nachmittag. Wir, das bin ich, eine in Deutschland aufgewachsenen Blondine aus einer Familie von Geschäftsleuten, mein Partner, siebente Generation in Jerusalem, aus einer Musikerfamilie mit jemenitischer Orientierung und usere weisse Hündin Kika, die den Groβteil ihres Lebens in einem Hundeasyl verbracht hat. Unsere erste Station ist die Hundewiese. Nachdem wir Kika frei lassen machen wir es uns auf einer, der am Rand aufgestellten Bänke gemütlich und beobachten Hunde aller Arten, Gröβen und Farben wie sie umher toben. Andere sitzen selber auf dem Rasen oder den Bänken, quatschen oder lesen, wir trinken unseren Tee. 

Als nächstes machen wir uns auf zum Tischtennis, gleich neben den Sportanlagen. Dort sind immer eine Menge Leute und Kika zieht viele neugierige Kinder an. Besonders die Haredim (jüdisch-orthodoxen) kommen um unsere gleichmütige Gefährtin zu streicheln während die Eltern aus der Ferne wachen. Auβer Hebräisch hört man Russisch oder Arabisch, einige Kinder sind farbig. Wir spielen ein paar Spiele Ping-Pong und normalerweise finden sich rasch Mitspieler. Da ist der Typ, der ununterbrochen israelische Folkslieder singt oder redet und nur dann den Mund hält, wenn er am Verlieren ist. Oft kommt der nigerische Fremdarbeiter, der alle mit einem freundlichen Lächeln besiegt, oder die amerikanische Dame, die nicht will dass ihr Mann erfährt, dass sie hier spielt.  Neben uns macht immer irgendein muskulöser Jüngling seine Liegestützen und sobald er damit fertig ist kommt sofort der nächste.
 

Danach gehen wir eine Runde um den Garten, bevor wir uns auf dem Rasen ausruhen. Ich bin immer wieder erstaunt über die enorme Diversität der Menschen und derer Aktivitäten hier. Auf den Sportplätzen ist immer etwas los, aber damit ist es nicht genug. Ganze Gruppen von Leuten spielen alle möglichen Ballspiele, auch solche, die ich noch nie gesehen habe und deren Regeln ich nicht auszutüfteln vermag. Jung und Alt spielen Baseball oder Frisbee, einige machen Yoga oder Tai Chi, manche ringen sogar oder machen Akrobatik. Der neuste Trend ist ein spezielles Seil in etwa einem Meter Höhe von Baum zu Baum zu spannen und darauf zu balancieren.

Kinder radeln auf ihren Fahrrädern die Wege entlang und Erwachsene joggen, junge Paare laufen Hand in Hand oder schieben ihre Kinderwagen, ältere Paare laufen ebenfalls Hand in Hand oder mit ihren Laufstühlen.

Die Meisten feiern das Drauβen-Sein mit gastronomischen Genüssen. Paare bevorzugen ein romantisches Picknick. Aber auch ganze Sippen sammeln sich um Grills und Tische voll mit hausgemachten Köstlichkeiten. Würde man von einem zum anderen gehen und überall einen Happen probieren, so käme das einer kulinarischen Reise um den Globus gleich. Die aufsteigenden Gerüche vereinen sich über dem lebendigen Treiben. Einige gehen sogar so weit die Geburtstage ihrer Kinder im Garten zu feiern. Entweder machen sie selber Musik, oder sie bringen kleine Lautsprecher mit, damit sie singen und tanzen können. Wem diese Art von Freizeit-Fun nicht zusagt kann sich fern halten. Der Garten ist groβ genug für Alle.
 

Jerusalem ist eine multikulturelle Stadt und das ist hier in natürlichster Weise reflektiert. Coexistenz ist nicht nur ein Wort.

 Arabisch sprechende Jugendliche sitzen unter einem Baum während kleine jüdisch-orthodoxe Mädels in ihren halblangen Röcken drumherum Fangen spielen. Eine junge Äthiopische Frau bringt ihr Kind um sich das Baby eines Europäischen Missionärpaars anzuschauen. Ein alter Herr, dessen Familie vor 40 Jahren aus der Wüste Iraks gekommen war und der jetzt mit seiner phillipinischen Pflegerin spazieren geht, ruht sich auf der Bank neben einem Intellektuellen, der ein Buch über Philosophie in französisch liest aus. Jerusalem ist das zu Hause für all diese Leute und sie bewegen sich mit Selbsverständlichkeit in ihrem Garten. Wenn sie einander begegnen lächeln sie, machen einender Platz und wenn nötig helfen sie einander aus. Und dann sprechen alle Hebräisch (mehr oder weniger) im Garten der Jerusalem Familie..